Häufig gestellte Fragen zur betrieblichen Altersvorsorge
Antworten zu Entgeltumwandlung, Arbeitgeberpflicht, Direktversicherung und Mitnahme beim Jobwechsel
Bei der Entgeltumwandlung verzichtet der Arbeitnehmer auf einen Teil seines Bruttogehalts, der dann direkt in eine Altersvorsorge fließt. Das ist attraktiv, weil dieser Betrag weder Einkommensteuer noch Sozialversicherungsbeiträge kostet – du sparst also gleich auf mehreren Ebenen. Dein Arbeitgeber zahlt oft noch einen Zuschuss obendrauf, was die Sache noch interessanter macht.
Für 2024 kannst du bis zu 7.200 Euro pro Jahr steuerfrei in deine Direktversicherung oder Pensionskasse einzahlen. Zusätzlich dazu gibt es 1.800 Euro Steuervergünstigung für andere Formen der Altersvorsorge wie Rürup-Renten. Diese Grenzen steigen jährlich leicht an, daher solltest du dich regelmäßig aktualisieren, was für deine Situation sinnvoll ist.
Ja, seit 2022 muss der Arbeitgeber bei Entgeltumwandlung einen Zuschuss von mindestens 15 Prozent des umgewandelten Entgelts zahlen – das ist die sogenannte Arbeitgeberpflicht. Das macht die Sache für Arbeitnehmer deutlich attraktiver, da sie nicht nur Steuern sparen, sondern auch noch einen zusätzlichen Beitrag vom Arbeitgeber bekommen.
Bei der Direktversicherung schließt dein Arbeitgeber einen Versicherungsvertrag über einen Versicherer ab, bei dem du die versicherte Person bist. Eine Pensionskasse dagegen ist ein eigenes Versorgungswerk, das von mehreren Arbeitgebern getragen wird und oft bessere Leistungen bietet. Direktversicherungen sind flexibler und schneller umzusetzen, während Pensionskassen eher langfristig angelegt sind und oft bessere Renditen ermöglichen.
Das hängt von der Art des Vertrags ab. Bei einer Direktversicherung kannst du den Vertrag normalerweise mitnehmen und mit dir führen – das nennt sich Portabilität. Bei einer Pensionskasse gibt es ebenfalls die Möglichkeit der Mitnahme, allerdings unter bestimmten Bedingungen. Wichtig: Du verlierst deine bisherigen Ansprüche nicht, sondern der Vertrag läuft einfach weiter, egal wo du arbeitest.
Bei klassischen Versicherungen garantiert der Versicherer eine feste Rendite und trägt das Anlagerisiko – dafür sind die Renditen eher niedrig. Fondsgebundene Versicherungen investieren in Fonds und bieten mehr Renditechancen, aber auch mehr Risiko. Du als Arbeitnehmer entscheidest, welches Modell zu deiner Risikoneigung passt – konservativ oder eher chancenorientiert.
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